Wie du einen Sales Funnel erstellst, der konvertiert

Andrew C.
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Du denkst vielleicht, dass eine Website oder Landingpage ausreicht, um Kunden zu gewinnen. Aber in Wirklichkeit sind nur wenige der Besucher auf deiner Website wirklich bereit, etwas zu kaufen.

Ein Sales Funnel hilft dir dabei, die restlichen Besucher zu überzeugen, indem sie gezielt zu bestimmten Aktionen geführt werden – wie zum Beispiel zum Eintrag in deine Mailingliste oder zur Buchung eines Gesprächs.

In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du einen Sales Funnel aufbaust und empfehlen dir ein paar Tools, mit denen du dieses Ziel schneller und einfacher erreichst.

Inhaltsübersicht
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Was ist ein Sales Funnel?

Ein Sales Funnel ist die Schritt-für-Schritt-Reise, die ein potenzieller Kunde vom ersten Kennenlernen deines Unternehmens bis hin zum Kauf durchläuft. Man nennt es einen „Funnel“, da am Anfang typischerweise mehr Personen im Prozess sind und die Anzahl kleiner wird, je näher Leads dem Kauf kommen.

Ein typischer Sales Funnel besteht aus vier Phasen:

  • Awareness
  • Consideration
  • Evaluation
  • Decision oder Kauf

Das ist aber nur das Grundmodell. Dein Sales Funnel kann mehr oder weniger Stufen haben, je nachdem, wie du die Reise verstehst.

Wie baut man einen Sales Funnel: Schritt für Schritt

Bereit, deinen eigenen Sales Funnel zu erstellen? Mit dem folgenden Prozess bekommst du ein Framework, wie du einen Funnel von Grund auf mit Tools wie ClickFunnels, Systeme.io und GoHighLevel aufbauen kannst.

Schritt 1: Verstehe die Pain Points deines Publikums

Der erste Schritt beim Bau eines Funnels ist, eine Verbindung zu deiner Zielgruppe zu finden und deren Interesse zu wecken. Wenn du dich zu früh auf das Produkt konzentrierst oder zu stark verkaufst, könntest du dein Publikum für immer vergraulen.

Stelle sicher, dass du dein Publikum wirklich verstehst und nachvollziehen kannst, was es gerade beschäftigt, indem du:

  • Mit deinen zufriedensten Kunden sprichst und nach Insights fragst.
  • Online-Bewertungen oder Beschwerden liest.
  • Sales- oder Support-Transkripte durchgehst.

So kannst du genau die Worte und Sprache verwenden, die potenzielle Kunden benutzen, und sicherstellen, dass deine Botschaft spezifisch und relevant für das Problem ist, das du lösen willst.

Schritt 2: Definiere das Ergebnis, das dein Funnel verspricht

Nachdem du gezeigt hast, dass du das Problem verstanden hast, musst du deine Kommunikation darauf ausrichten, eine zentrale Frage für dein Publikum zu beantworten: „Welches Ergebnis bekomme ich, wenn ich diesen Weg gehe?“

Sei konkret. Verzichte auf generische Antworten wie „Wir helfen dir, dein Geschäft zu wachsen“ oder „Wir liefern einen hochwertigen Service“.

Mach stattdessen klare, ergebnisorientierte Versprechen wie „Monatlich 10-20 qualifizierte Leads generieren“ oder „In den nächsten 60 Tagen einen vorhersehbaren Zufluss an Interessenten aufbauen“.

Der Schlüssel ist, das gewünschte Endresultat deutlich zu machen und den Nutzen aufzuzeigen. Konzentriere dich auf die Transformation – nicht auf die Geschichte deines Unternehmens oder eine Liste von Features. Versprechen, die messbar und realistisch sind, wirken wesentlich vertrauenswürdiger als vage, hochtrabende Aussagen.

Schritt 3: Erstelle Inhalte, die die richtigen Interessenten anziehen

Deine Inhalte entscheiden darüber, wer in deinen Funnel eintritt. Wenn du es richtig machst, ziehst du qualifizierte Interessenten an. Machst du es schlecht, kommen die falschen Personen rein.

Nutze die Erkenntnisse aus den vorherigen Schritten, um einen Content-Engine zu entwickeln, die gezielt die richtigen Leute anspricht. Hier sind einige Beispiele, wie du das umsetzen kannst:

  • Blogbeiträge: Nutze Blogposts, um Leads aus Suchmaschinen (wie Google) und LLMs (wie ChatGPT und AI Overviews von Google) zu gewinnen. Schreibe über konkrete Pain Points deiner Zielgruppe und biete dein Angebot als Lösung an. Achte dabei besonders auf SEO und AI Search.
  • Videos: Ähnlich wie Blogposts können Videos dir helfen, Leads von YouTube und anderen Video-Suchmaschinen zu gewinnen.
  • Social Posts: Erstelle regelmäßig Social Media Beiträge auf den Plattformen, die dein Publikum nutzt.
  • Ebooks und Whitepapers: Stelle diese Inhalte hinter ein Webformular, um Besucher mit hoher Absicht in echte Leads zu verwandeln. Diese Inhalte sollten tiefgehender und wertvoller sein als Blogposts und Social Media Beiträge.
  • Portfolio-Stücke: Dazu zählen Case Studies und Projektportfolios. Ziel ist, zu zeigen, wie du mit deinem Produkt oder Service echten Nutzen für bestehende Kunden erreicht hast.

Ein guter Funnel braucht Inhalte für jede Stufe der Customer Journey – von Awareness bis Decision. Verzichte auf generische Inhalte. Sprich immer direkt die Herausforderungen deiner Zielgruppe an und zeig deine Expertise. Wichtig ist, Content zu schaffen, der deinem Zielpublikum wirklich hilft.

Beispiel: HubSpot

HubSpot ist ein klassisches Beispiel für einen Content-basierten Sales Funnel. Das Unternehmen erstellt Inhalte für jede Phase der Kaufentscheidung und führt Nutzer vom ersten Interesse bis zur finalen Lösung.

  • Blog (Awareness): Artikel wie „Was ist ein CRM?“ oder „Wie baut man einen Sales Pipeline?“ ziehen Leute an, die nach Antworten suchen.
  • Lead Magnets (Consideration): Kostenlose Vorlagen, Guides oder Kurse bringen E-Mail-Adressen von Nutzern, die mehr wissen wollen.
  • Produkt (Decision): Ein kostenloses CRM ermöglicht es Nutzern, das Produkt einfach zu testen. Mit klaren Wegen zum Upgrade, wenn der Bedarf wächst.

Jeder Content-Baustein ist darauf ausgelegt, dieselben Nutzer von Lernen → Mitmachen → Konvertieren zu führen, anstatt nur Traffic zu erzeugen, der nie zu Kunden wird. Meistens ist der nächste Schritt eine Landing Page oder ein spezifischer Einstiegspunkt, an dem der Besucher das erste Mal wirklich in deinen Funnel eintritt.

Schritt 4: Erstelle eine Landing Page oder einen Einstiegspunkt für deine Website

Eine Landing Page ist der Startpunkt deines Funnels. Ihre Aufgabe ist es, Aufmerksamkeit zu gewinnen und Besucher zu einer einfachen ersten Aktion zu bringen – etwa einer Anmeldung oder dem Hinterlassen einer E-Mail. Eine Landing Page fokussiert auf den Einstieg in deinen Funnel mit klarer Erklärung deines Angebots und dem nächsten Schritt. Sie ist kein Sales Page, die direkt abschließen will.

Jetzt, da du die Grundlagen hast, kannst du deinen Funnel mit Tools wie ClickFunnels oder GoHighLevel aufbauen. (Schau dir GoHighLevel vs. ClickFunnels an, um mehr über die Optionen und deren Unterschiede zu erfahren.)

Hier sind einige Dinge, die du beachten solltest:

  • Fokussiere dich auf ein Ziel. Vermeide Menüs, zusätzliche Links oder mehrere Angebote. Je weniger Ablenkung, desto eher gehen Besucher den gewünschten Schritt.
  • Strukturiere die Seite zur Conversion. Nutze ein simples Layout, zum Beispiel: Headline → Kurze Erklärung → Liste von Vorteilen → Kundenreferenzen → Call-to-Action.
  • Nutze Tools, die deinen Funnel zum System machen. Plattformen wie ClickFunnels, GoHighLevel und Systeme.io kümmern sich um Leadgewinnung, Automatisierung und Tracking. So läuft dein Funnel wie ein echtes System.

Beispiel: ClickFunnels

Als Beispiel schau dir die Landing Page für eine ClickFunnels kostenlose Testversion an. Sie enthält:

  • Headline: Stellt das Ergebnis in den Vordergrund, etwa was du verdienen oder wie sich dein Leben verändern kann.
  • Minimale Ablenkungen: Keine Navigation oder Extra-Links, die Nutzer wegführen könnten.
  • Klarer CTA: „ClickFunnels kostenlos testen“ wird auf der Seite mehrfach wiederholt.
  • Zusätzlicher Vertrauensaufbau: Testimonials und Ergebnisse als Beweise.

Das Ziel ist nicht, das Produkt sofort zu verkaufen. Sondern Erstnutzer zu einem ersten Schritt zu bewegen. Sobald sie angemeldet sind, befinden sie sich im Funnel und können gezielt zu einem kostenpflichtigen Plan geführt werden.

clickfunnels landing page

Schritt 5: Biete einen Lead Magneten oder einen Grund zur Anmeldung an

Sobald deine Landing Page steht, musst du Besuchern einen guten Grund geben, deinem Sales Funnel beizutreten. Ein Lead Magnet ist eine super Möglichkeit dafür. Das kann alles sein, was deinen Besuchern zusätzlichen Mehrwert bietet, zum Beispiel ein informatives E-Book, ein Online-Kurs, ein Webinar oder ein E-Mail-Newsletter. Es kann auch eine kostenlose Testversion sein, wie im obigen Beispiel.

Das Entscheidende ist, dir zu überlegen, was in den Köpfen der Besucher vorgeht, wenn sie auf deiner Landing Page landen, und ihnen dann zusätzliche Inhalte anzubieten, die sie auf ihrer Reise unterstützen. Nutze dann die folgenden Tipps, um sie zu überzeugen, ihre Kontaktdaten zu hinterlassen:

  1. Starte mit einem klaren Angebot, das sofort die Frage „Was habe ich davon?“ beantwortet. Nutze eine starke Headline und einen kurzen erklärenden Text, der das gewünschte Ergebnis erläutert.
  2. Führe die Besucher in den Funnel, indem du einen klaren nächsten Schritt anbietest – etwa ein Formular, einen Buchungskalender oder einen CTA-Button. Mach es offensichtlich und möglichst einfach, aktiv zu werden.

Schritt 6: Füge ein Opt-In-Formular hinzu, um Leads zu erfassen

Webformulare sind ein wichtiger Bestandteil deines Sales Funnels. Hier hast du die Möglichkeit, wertvolle Informationen über deine neuen Leads zu sammeln. Dabei ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt, denn du willst weder zu viele noch zu wenige Daten abfragen. Überlege dir, wie wertvoll dein Lead Magnet ist (welche Informationen die Leute bereit sind anzugeben und welche Daten du wirklich brauchst, um die neuen Leads gezielt ansprechen zu können).

Du kannst zum Beispiel nach folgenden Informationen fragen:

  • Name
  • E-Mail
  • Telefonnummer
  • Branche
  • Unternehmensgröße
  • Jobtitel
  • Firmenname
  • Aktuelle Herausforderung

Sobald du dein Webformular erstellt hast, verbinde es mit deiner E-Mail-Plattform, damit die Leads automatisch in deinen Funnel gelangen. (Funnel-Builder wie ClickFunnels, GoHighLevel und Systeme.io machen das automatisch und erleichtern dir damit die Arbeit erheblich.)

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Tipp: Frage nicht nach mehr Informationen als nötig. Studien zeigen, dass weniger Formularfelder die Conversion-Rate erhöhen.

Schritt 7: Erstelle eine E-Mail-Nurture-Sequenz

Eine E-Mail-Nurture-Sequenz ist eine Serie automatisierter E-Mails, die Vertrauen aufbauen, echten Mehrwert liefern und einen Lead über die Zeit zu einer bestimmten Handlung führen soll. Statt sofort verkaufen zu wollen, setzt du das Gespräch fort, das mit deinem Content oder der Landing Page begonnen hat.

Konzentriere dich darauf, typische Pain Points und Einwände anzusprechen. Verwende Geschichten und Beispiele, damit deine E-Mails im Kopf bleiben, und führe dein Angebot nach und nach ein, während der Austausch voranschreitet.

Eine einfache Nurture-Sequenz könnte so aussehen:

  • E-Mail 1 (Tag 0): Liefere das Versprochene – Sende den Lead Magnet oder begrüße den Abonnenten und erkläre, was ihn erwartet.
  • E-Mail 2–3 (Tag 1–3): Vertrauen aufbauen – Teile hilfreiche Tipps, Insights oder quick wins.
  • E-Mail 4–5 (Tag 3–5): Einwände aufgreifen – Gehe auf häufige Sorgen oder Vorbehalte ein.
  • E-Mail 6+ (Tag 5+): Stelle dein Angebot vor – Präsentiere dein Produkt oder deinen Service mit einem klaren nächsten Schritt.

Die wirksamsten Sequenzen passen sich außerdem dem Verhalten an. Wenn zum Beispiel jemand auf einen Link zum Thema Preis klickt, kannst du gezielt E-Mails nachlegen, die sich um Kosten oder ROI drehen.

Eine gute E-Mail-Nurture-Sequenz braucht Zeit und etwas Experimentierfreude, bis sie ideal funktioniert. Ein bisschen Ausprobieren und Optimieren gehört dazu. Erzähle eine klare Geschichte und verbessere anschließend anhand der Ergebnisse.

Tools wie ClickFunnels, GoHighLevel und Systeme.io machen Nurture-Sequenzen deutlich effektiver, weil sie sie nahtlos mit deinem gesamten Funnel verbinden. Statt generischen Serien kannst du Nachrichten basierend auf Nutzerverhalten auslösen, Umsätze jeder Sequenz nachverfolgen und Leads gezielt dem passenden Angebot zuführen.

Lies hierzu: Best Practices für E-Mail-Marketing-Automatisierung

Schritt 8: Stelle dein Angebot zum richtigen Zeitpunkt vor

Jetzt sind deine Leads aufgewärmt. Nun ist es an der Zeit, dein Angebot als den natürlichen nächsten Schritt zu präsentieren. Kein Hard Sell, sondern eine logische Lösung für ihr Problem.

Bleib im Gesprächston, statt einfach einen generischen Verkaufstext zu bringen. Nachdem du Vertrauen aufgebaut hast, stelle dein Produkt oder deine Dienstleistung so vor, dass klar wird, wie sie den Bedarf des Leads deckt.

Das gelingt dir zum Beispiel, indem du:

  • Zeigst, wie dein Produkt/Service das Problem löst.
  • Vorteile und Ergebnisse hervorhebst.
  • Einen klaren Call-to-Action einbaust (zum Beispiel ein Gespräch buchen, anmelden, etc.).

In dieser Phase verkaufst du nicht einfach, sondern führst Menschen zur Entscheidung.

Oft führt dieser Schritt ganz natürlich zu einer speziellen Sales Page, auf der du dein Angebot noch detaillierter präsentieren kannst.

Schritt 9: Füge bei Bedarf eine Sales Page hinzu

Deine Landing Page und E-Mails haben die Aufgabe erfüllt, Leads anzuziehen und aufzuwärmen. Die Sales Page ist der Ort, an dem du dieses Interesse in echte Kaufabsicht verwandelst.

Hier präsentierst du dein vollständiges Angebot, gehst auf Einwände ein und baust genügend Vertrauen auf, damit jemand aktiv wird.

Beim Erstellen deiner Sales Page solltest du:

  • Dich auf ein eindeutiges Ergebnis konzentrieren: Mach das Resultat klar und konkret.
  • Einer einfachen Struktur folgen: Headline → Problem → Lösung → Vorteile → Nachweis → CTA.
  • Einwände direkt angehen: Beantworte Fragen zu Preis, Passgenauigkeit und Ergebnissen.
  • Durch Beweise Vertrauen schaffen: Testimonials, Case Studies und echte Resultate einbauen.
  • Die Seite fokussiert halten: Keine Ablenkungen, ein Ziel.
  • Den nächsten Schritt klar machen: Mit wiederholten, eindeutigen Calls-to-Action.

Sobald jemand überzeugt ist, sollte der nächste Schritt sofort und reibungslos möglich sein.

Schritt 10: Richte einen Checkout oder Conversion-Punkt ein

Dein Checkout oder Conversion-Punkt ist der letzte Schritt – egal, ob es ein Kauf, das Buchen eines Gesprächs oder die Anmeldung zu einer Testversion ist.

Zuerst solltest du festlegen, welche Aktion du dir vom Nutzer wünschst. Baue dann alles um dieses eine Ziel herum auf.

Danach fügst du die nötigen Conversion-Elemente hinzu, wie zum Beispiel:

  • Ein Checkout-Formular.
  • Einen Buchungskalender.
  • Ein Anmelde- oder Bewerbungsformular.

Tools wie ClickFunnels und GoHighLevel ermöglichen es dir, diesen Schritt mit dem Rest deines Funnels zu verbinden. Sobald jemand konvertiert, kannst du automatisch:

  • Eine Bestätigungs-E-Mail oder SMS senden.
  • Eine Post-Sale-E-Mail-Nurture-Sequenz auslösen.
  • Den Lead innerhalb deines CRM zuweisen.

An diesem Punkt hat dein Funnel seine Aufgabe erfüllt: Aufmerksamkeit in Handlung verwandeln.

Schritt 11: Nutze ein Webinar, falls es den Funnel unterstützt

Webinare werden oft genutzt, um die Conversion-Raten bei Leads mit hoher Kaufabsicht zu erhöhen, die noch unentschlossen sind. Wenn du bemerkst, dass bei den letzten E-Mails deiner Nurture-Sequenz viele Ausstiege erfolgen, kann ein Webinar unterstützen.

Du kannst dein Webinar auf zwei Arten anbieten:

  • Live-Webinar mit eingebettetem Streaming oder Zoom-Integration.
  • Vorgefertigtes Webinar, das auf Abruf angezeigt wird.

Die Integration deines Webinars in deinen Funnel ist hilfreich, denn du möchtest im Anschluss gezielt bei den Teilnehmern nachfassen.

Lies hierzu: Der komplette Webinar-Guide

Schritt 12: Nutze durchgehend einfache, klare Botschaften

Bevor du deinen Sales Funnel live schaltest, lies alle deine E-Mails und Landing Pages durch und stelle sicher, dass du einfache, klare Aussagen verwendest. Vermeide Fachjargon und zu komplexe Sprache. Deine Botschaften sollten auf einen Blick verständlich sein.

Du kannst auch Bewertungsportale durchstöbern oder Vertriebs- und Support-Transkripte lesen, um ein Gefühl für die Sprache deiner Kunden zu bekommen. Das hilft dir, schnell Vertrauen aufzubauen und die Conversion zu erhöhen.

Schritt 13: Untermauere deine Aussagen mit Beweisen

Stelle sicher, dass du alle deine Aussagen mit Belegen unterstützt. Wenn du zum Beispiel behauptest, deine Lösung könne „monatlich 10–20 qualifizierte Leads generieren“, solltest du das durch ein Kunden-Feedback oder eine Fallstudie belegen können.

Je mehr Klarheit und Details du gibst, desto besser. Je stärker der Nachweis, desto leichter kannst du Skepsis überwinden.

Schritt 14: Überwache die Performance und verbessere den Funnel

Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Sales Funnel ist, laufend Anpassungen und Verbesserungen vorzunehmen. Etwas Ausprobieren und Optimieren ist völlig normal. Mit diesen Tipps stellst du sicher, dass dein Funnel wirklich konvertiert:

  • Schau dir die Analytics an, um herauszufinden, welche Inhalte, E-Mails und Seiten echte Ergebnisse bringen.
  • Nutze diese Daten, um Botschaften, Angebote und einzelne Funnel-Schritte im Lauf der Zeit zu verbessern.
  • Kontrolliere spezifische Metriken, auf die du besonders achten solltest.

Funnel-Builder wie ClickFunnels und GoHighLevel sind hier besonders hilfreich. Sie enthalten integrierte Analysen und Reporting-Features, mit denen du genau siehst, wie dein Funnel läuft. Du kannst wichtige Kennzahlen verfolgen und die Performance in Echtzeit einsehen, um Verbesserungsmöglichkeiten schnell zu erkennen.

Schritt 15: Pflege deine Kunden nach dem Kauf

Denke nicht, dass deine Arbeit nach dem Abschluss erledigt ist. Du solltest deine Kunden auch nach dem Kauf weiter pflegen.

Das geht zum Beispiel mit einer Post-Sale-Nurture-Sequenz, die Möglichkeiten bietet, weiterhin mit deiner Marke in Kontakt zu bleiben. Hier ein paar Ideen, wie du Kunden nachhaltig an dich binden kannst:

  • Bitte um Bewertungen und Feedback.
  • Biete weitere Tipps und Trainings zum Produkt.
  • Mache Upsells und Cross-Sells für neue Produkte oder Services.
  • Biete Treue- oder Prämienpunkte an.
  • Lass Empfehlungsprogramme laufen.
  • Sende Erinnerungen für Verlängerungen oder Upgrades.

Mit Post-Sale-Nurtures werden Einmalkäufer zu wiederkehrenden Kunden und zu möglichen Empfehlern. Lass dir diese Chance nicht entgehen!

Sales Funnel Beispiele: Erfolgreiche Templates zum Nachbauen

Der Bau des ersten Sales Funnels kann überwältigend wirken, aber du musst nicht bei null anfangen. Die Beispiele unten zeigen typische Funnel-Arten und die wichtigsten Bestandteile dahinter. Manche sind vollständige Funnels, andere zeigen einzelne Stufen, die du zu einem System kombinieren kannst.

Beispiel #1: Cold-Email-Outreach-Funnel (Top of Funnel)

Cold Outreach funktioniert immer noch, erfordert aber gute Zielgruppenansprache und Relevanz. Die meisten Kampagnen erzielen eher moderate Rücklaufquoten, daher ist der Erfolg stark davon abhängig, die richtige Botschaft an die richtigen Personen zu senden. Dieser Funnel beginnt mit der Ansprache und leitet interessierte Kontakte durch Antwort, Klick oder Terminbuchung in deinen Funnel.

Einfache Struktur:

  1. Erste E-Mail: Stelle dich kurz vor, erkläre, warum du schreibst, und nenne ein klares Wertversprechen mit einer einfachen, unverbindlichen CTA. Halte dich kurz (unter ca. 80 Wörter).
  2. Erstes Follow-up: Mehrwert liefern. Teile eine relevante Statistik, Case Study oder Ressource.
  3. Zweites Follow-up: Stelle eine kurze Frage und biete etwas Nützliches an (z. B. Webinar, E-Book oder Guide).
  4. Drittes Follow-up (optional): Höfliche „Letzter Check-in“-E-Mail mit einer druckfreien CTA.
  5. Reengagement (optional): Nimm das Gespräch später mit einem neuen Ansatz wieder auf.

Sieh dir diese Outbound-Cold-Email-Fallstudie und das Playbook von SaaS-Gründer Jonathan Rintala an, wenn du tiefergehende Tipps für deine eigene Sequence willst.

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Tipp: Um diese E-Mail-Sequenz in einen vollständigen Funnel zu verwandeln, leite interessierte Kontakte zu einer Landing Page oder einem Buchungsprozess, in dem sie den nächsten Schritt machen können.

Beispiel #2: Lead-Generierungs-Funnel (Full Funnel)

Das ist einer der gängigsten und effektivsten Funnel-Typen. Er startet mit einem Lead Magneten und nutzt E-Mail, um Interessenten bis zum Kauf Schritt für Schritt zu begleiten.

Einfache Struktur:

  • Landing Page: Biete eine wertvolle Ressource (E-Book, Vorlage, Webinar) im Tausch gegen Kontaktdaten an.
  • Willkommens-E-Mail: Liefere den Lead Magneten sofort aus.
  • Follow-up-E-Mails: Sende hilfreiche, relevante Inhalte, die Vertrauen aufbauen und das Problem des Interessenten ansprechen.
  • Angebots-E-Mail: Stelle dein Produkt oder deinen Service als nächsten Schritt vor.
  • Conversion: Fordere durch eine Call-to-Action zum Handeln auf (Gespräch buchen, Testversion starten, Kauf durchführen).

Das Entscheidende ist die Reihenfolge: erst Mehrwert, dann Conversion. Ein bekanntes Beispiel für so einen Funnel sind die kostenlosen SEO-Tools von Ahrefs. Besucher nutzen einen kostenlosen Keyword Generator oder Audit-Tool, geben ihre E-Mail ein und erhalten anschließend eine Reihe lehrreicher E-Mails mit echten SEO-Tipps. Mit der Zeit werden die kostenpflichtigen Features der Plattform als logischer nächster Schritt vorgestellt, sodass aus kostenlosen Nutzern zahlende Abonnenten werden.

Beispiel #3: Post-Webinar-Funnel (Mid to Bottom Funnel)

Webinar-Teilnehmer sind meist warme Leads. Dieser Funnel konzentriert sich darauf, dieses Interesse in konkretes Handeln zu verwandeln.

Einfache Struktur:

  • Danke-E-Mail: Bedanke dich für die Teilnahme und kündige das Webinar-Replay an.
  • Replay-E-Mail: Teile die Aufzeichnung für Teilnehmer und No-Shows.
  • Follow-up-E-Mail: Hebe die wichtigsten Learnings oder Insights hervor.
  • Angebots-E-Mail: Führe die Leads auf eine Sales Page oder zum nächsten Schritt.
  • Upsell/Cross-Sell: Stelle passende weitere Angebote vor, falls sinnvoll.

Die meisten Webinar-Conversions passieren nicht live, sondern erst danach. Mit einem guten Follow-up werden oft 20–40 % der Teilnehmer zu qualifizierten Leads – ein Grund, warum Post-Webinar-Funnels zu den Conversion-stärksten Systemen im B2B-Marketing gehören.

Beispiel #4: Post-Purchase-Funnel (Retention & Upsell)

Der Funnel endet nicht mit dem Verkauf – eine starke Post-Purchase-Sequenz steigert den Customer Lifetime Value deutlich.

Einfache Struktur:

  • Bestätigungs-E-Mail: Bestätige den Kauf und erkläre die nächsten Schritte.
  • Mehrwert-E-Mail: Unterstütze den Kunden dabei, mit deinem Produkt oder Service erfolgreich zu werden.
  • Upsell / Cross-Sell-E-Mail: Empfehle passende zusätzliche Produkte oder Upgrades.

Hier liegt der Fokus auf Kundenbindung, Zufriedenheit und Zusatzumsatz.

Häufige Fehler bei Sales Funnels

Auch gut aufgebaute Funnels können weniger leisten als gehofft. Das liegt meist an schlechter Strategie, schwacher Umsetzung oder daran, dass das Angebot nicht wirklich zum Bedarf der Zielgruppe passt.

Du kannst viel ausprobieren sparen, wenn du diese typischen Fehler vermeidest.

Zu viel Fokus auf Features statt Kundennutzen

Viele Funnels sprechen davon, was das Produkt kann, statt welches Problem es löst.

  • ❌ „Unsere Plattform bietet fortschrittliche Automatisierung und Integrationen.“
  • ✅ „Automatisiere Follow-ups, damit dir keine Leads mehr entgehen.“

Leute kaufen keine Features, sondern Ergebnisse. Zeige im Funnel klar, wie du das Problem des Kunden löst.

Schwaches oder unklares Angebot

Wenn dein Angebot zu vage ist, wird dein Funnel nicht konvertieren – egal wie schick das Design ist.

  • ❌ „Lerne, wie du dein Geschäft ausbauen kannst.“
  • ✅ „Erhalte monatlich 10–20 qualifizierte Leads.“

Ein gutes Angebot ist:

  • Konkret
  • Ergebnisorientiert
  • Auf den Punkt

Wenn jemand erst überlegen muss, was du ihm anbietest, hast du ihn schon verloren.

Zu früh nach dem Kauf fragen

Wer zu früh verkaufen will, verliert Interessenten am schnellsten.

  • Kalte Kontakte → sofortiger Verkaufspitch = niedrige Conversions
  • Kalte Kontakte → Mehrwert → Vertrauen → Angebot = viel höhere Conversion-Rate

Dein Funnel sollte zur Situation deiner Zielgruppe passen. In der frühen Entscheidungsphase setze auf Aufklärung. Weiter fortgeschritten? Dann darfst du auch direkter verkaufen.

Zu viel Fachjargon in der Kommunikation

Zu viele Branchenbegriffe machen deinen Funnel schwer verständlich.

  • ❌ „Nutze Omnichannel-Synergien zur Optimierung der Pipeline-Velocity.“
  • ✅ „Gewinne mehr Leads und schließe schneller ab.“

Sei lieber klar statt clever, so baust du Vertrauen auf und die Verkaufschancen steigen.

Keine Beweise oder Testimonials einbauen

Ohne Belege wirken Behauptungen wie bloßes Marketing.

Die typische Frage:

  • „Funktioniert das wirklich?“
  • „Hat das schon bei jemandem wie mir geholfen?“

Echte Testimonials, Fallstudien und Resultate stärken Vertrauen und Conversion.

Keine Performance-Analyse

Ohne Daten kannst du nichts optimieren, was nicht funktioniert. Du solltest wissen, welche E-Mails geklickt werden, welche Seiten konvertieren und wo die meisten Nutzer abspringen.

Funnel-Builder wie ClickFunnels und GoHighLevel haben Analytics standardmäßig integriert. Damit siehst du den kompletten Funnel auf einen Blick – viel effektiver als einzelne Tools separat zu tracken.

FAQ

Wie viel kostet es, einen Sales Funnel zu erstellen

Das Erstellen eines Sales Funnels kann je nach Komplexität und verwendeten Tools von ein paar Hundert bis zu mehreren Tausend Dollar kosten. Einfache Funnels, die mit Plattformen wie ClickFunnels, GoHighLevel oder Systeme.io gebaut werden, starten oft bei etwa 100-300 $ pro Monat. Individuell gestaltete Funnels mit professionellem Copywriting, Design und Automatisierung können 2.000–5.000 $ oder mehr kosten. Laufende Kosten umfassen Hosting, E-Mail-Marketing und Werbebudget.

Was sind die wichtigsten Phasen eines Sales Funnels

Ein Sales Funnel besteht typischerweise aus vier wichtigen Phasen:

  • Awareness: Hier entdecken potenzielle Kunden deine Marke.
  • Consideration: In dieser Phase beschäftigen sie sich mit Inhalten oder Angeboten.
  • Evaluation: Jetzt prüfen sie, ob sie kaufen wollen.
  • Decision: Hier werden sie zu zahlenden Kunden.

Manche Funnels beinhalten außerdem eine Retention-Phase, um die Bindung zu stärken und Folgekäufe zu fördern.

Wie erstelle ich einen einfachen Sales Funnel

Um einen einfachen Sales Funnel zu erstellen, definiere zunächst deine Zielgruppe und dein Angebot. Erstelle eine Landing Page, um Leads zu erfassen, führe Traffic über Anzeigen oder Inhalte zu und nutze E-Mail-Sequenzen, um Interessenten zu pflegen. Füge einen klaren Call-to-Action für Kauf oder Anmeldung hinzu und überwache die Performance, um die Conversion-Rate in jeder Stufe zu optimieren.

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Andrew Copeland ist Content-Autor und Stratege mit über zehn Jahren Erfahrung in Marketingabteilungen. Seit 2016 ist Andrew Teil des HubSpot-Ökosystems, hat persönlich Dutzende CRM-Implementierungen betreut und bringt praktische Erfahrung mit beliebten CRMs wie HubSpot, ActiveCampaign und Pipedrive mit. Wenn er nicht gerade tief in Recherchen steckt, trainiert er, ist ein Musikliebhaber oder genießt thailändisches Essen.

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