Wichtige Punkte:
- 1Eine leistungsstarke All-in-One-Plattform
- GoHighLevel vereint Funnels, CRM, Automatisierung, Messaging und White-Label-SaaS-Tools in einem System
- 2Feature-reich, aber komplex
- Die Plattform ist extrem leistungsfähig, aber die Oberfläche und der Funnel Builder können am Anfang umständlich und überfordernd wirken
- 3Am besten für Agenturen und erfahrene Marketer
- Sie liefert enormen Mehrwert für Unternehmen, die mehrere Kunden betreuen, aber Einsteiger greifen vielleicht lieber zu einfacheren Tools
Als erfahrener Marketer habe ich immer erstklassige Spezialtools den All-in-One-Plattformen vorgezogen. Mehr Flexibilität, mehr Tiefe, weniger Kompromisse. GoHighLevel hat nie so richtig zu dieser Philosophie gepasst und die unübersichtliche Oberfläche hat mich lange abgeschreckt.
Aber nachdem ich gesehen habe, wie sehr es in fast jeder Marketing-Community, in der ich unterwegs bin, Gespräche dominiert, habe ich beschlossen, es nicht mehr zu ignorieren und GoHighLevel wirklich zu testen. Mein Ziel: Die komplette Infrastruktur für meine SEO-Agentur nur mit GoHighLevel aufzubauen. Funnels, CRM, Automatisierungen, Kurse und mehr.
Was ich entdeckt habe, hat mich überrascht.
GoHighLevel ist eine wirklich starke Plattform, die einen anfangs überfordert, die Geduld aber belohnt und dich am Ende fragen lässt, warum du eigentlich für fünf verschiedene Tools zahlst.
Fragst du dich, ob sich diese Komplexität auch für dein Unternehmen lohnt? Lies dieses GoHighLevel-Review, um es herauszufinden.
Was ist GoHighLevel?
GoHighLevel ist eine All-in-One-Marketingplattform, die ein ganz bestimmtes Problem löst: Dass man oft 5 bis 10 verschiedene Tools braucht, um ein Unternehmen zu führen. Im Gegensatz zu den meisten Tools aus dieser Kategorie, die ursprünglich als einfache Funnel-Builder starteten (wie Systeme.io), wurde GoHighLevel direkt so entwickelt, dass es in mehreren Kategorien mit den besten Tools mithalten kann. Die Plattform deckt alles ab, von CRM und Leadmanagement bis hin zu E-Mail-Automatisierung und Website-Bau, und kombiniert damit alles, was die meisten Marketer brauchen, auf einer einzigen Plattform.
Seit der Gründung im Jahr 2018 richtet sich GoHighLevel gezielt an Marketingagenturen, Berater und SaaS-Reseller. Die White-Label-Funktionen der Plattform ermöglichen es Agenturen, die Software unter eigenem Namen anzubieten und sogar an Kunden weiterzuverkaufen. Heute konkurriert GoHighLevel mit Software wie HubSpot und ActiveCampaign sowie mit anderen All-in-One-Tools wie ClickFunnels und Systeme.io.
Die wichtigsten Funktionen von GoHighLevel
GoHighLevel ist eine riesige, vielseitige Plattform und ehrlich gesagt, kann man am Anfang schnell den Überblick verlieren. Zum Glück gibt es einen durchdachten Onboarding-Prozess, bei dem du deine Erfahrung direkt passend zu deiner Branche und deinen Zielen personalisieren kannst.

Ich habe mich entschieden, einen Funnel zu bauen, um zu sehen, wie GoHighLevel im Vergleich zu den großen Playern der Branche abschneidet. Ich teste die Plattform, indem ich die Infrastruktur für meine eigene SEO-Marketing-Agentur „SaaS SEO Pro“ aufbaue. Mein Ziel ist es nicht nur, meine eigene Leadgenerierung zu steuern, sondern auch ein komplett White-Label-Erlebnis für meine Kunden zu bieten.
Legen wir los!
Produkte verkaufen
Bevor du mit dem Funnel-Builder startest, ist es sinnvoll, zuerst deine Produkte in GoHighLevel anzulegen.
Das geht im Zahlungen → Produkt Bereich.

Hier legst du dein Angebot fest und kannst es entweder als Einmalzahlung oder als wiederkehrendes Abonnement einrichten. Für meinen Agentur-Service habe ich einen monatlich wiederkehrenden Preis gewählt.
Du kannst hier auch mehrere Preispläne anlegen. Zum Beispiel kannst du ein vergünstigtes Black-Friday-Angebot erstellen.

Produkt an einen Funnel anhängen
Wie bei ClickFunnels trennt GoHighLevel Produkte von Funnels.
Das bedeutet, dass ein Produkt nicht automatisch zu einem Funnel-Schritt hinzugefügt wird, wenn du es erstellst. Du musst es zuerst anhängen und dann anzeigen.
Um das Produkt in deinem Funnel anzuzeigen, geh in den Funnel und klicke auf „Produkte“. Dann wähle das Produkt aus, das du verkaufen möchtest:

Als Nächstes musst du in den eigentlichen visuellen Builder gehen, um das Produkt-Checkout zu gestalten und anzuzeigen.
Öffne den Funnel-Schritt im Builder und füge entweder hinzu:
- Ein Ein-Schritt- oder Zwei-Schritt-Bestellformular oder
- Erstelle ein Formular mit dem „Produkt verkaufen“-Element

Wähle das Produkt aus, das du verkaufen möchtest. Achte darauf, dass es mit dem übereinstimmt, das du an den Funnel angehängt hast.
Dann bette das Formular beim passenden Schritt im Funnel ein.

Das fühlt sich verwirrend an, weil du das Produkt zweimal auswählen musst:
- In den Funnel-Einstellungen
- Im Page Builder
Wenn du den ersten Schritt überspringst, funktioniert das Produkt nicht. Das heißt, ein Produkt in GoHighLevel-Funnels zu verkaufen ist nicht gerade einfach. Der Vorteil bei diesem Aufbau ist aber:
- Produkte können in verschiedenen Funnels wiederverwendet werden.
- Die Preise können je nach Kampagne angepasst werden.
- Die Nachverfolgung der Verkäufe bleibt einheitlich.
Der Prozess ist am Anfang allerdings wirklich mühsam. Es ist auch das komplizierteste Produktverkaufs-System, das ich bisher benutzt habe, sogar im Vergleich zu ClickFunnels (dort läuft es mit einer ähnlichen Logik).
Einen Webshop erstellen
Statt für jede einzelne Dienstleistung oder jedes physische Produkt einen eigenen Funnel zu bauen, kannst du das Element „Produktliste“ auf eine Seite ziehen.
Dadurch werden automatisch die Daten aus deinen Zahlungen im Reiter Produkte übernommen.
- Dynamisches Raster: Erstellt einen visuellen Katalog (als Raster oder Liste) deiner Produkte.
- Intelligente Sichtbarkeit: Du entscheidest, welche Produkte angezeigt werden, indem du bei jedem Produkt den „Im Onlineshop anzeigen“-Schalter aktivierst.
- Automatische Seitenerstellung: GoHighLevel erstellt automatisch alle nötigen Backend-Seiten (Produktdetails, Warenkorb und Kasse), sodass du die Logik für einen Warenkorb nicht komplett selbst bauen musst.
Das Beste daran ist, dass du auch mehrere Shops anlegen und wählen kannst, welche Produkte jeweils enthalten sein sollen.

Funnel-Builder
Ein Funnel ist eine lineare Abfolge von Schritten (Seiten), die einen potenziellen Kunden von der ersten Aufmerksamkeit bis hin zu einem Kauf oder einer anderen Conversion wie zum Beispiel dem Hinterlassen der E-Mail oder der Anmeldung zu einem Webinar führen soll.
Das Prinzip ist einfach, aber GoHighLevel bietet den komplexesten Funnel- und Website-Builder, den ich bisher genutzt habe. Es ist eine starke Wahl, wenn du bereits eine klare Strategie hast und kein Problem mit einer anspruchsvolleren, technischeren Einrichtung hast. Für Einsteiger ist es aber nicht meine erste Empfehlung.
In GoHighLevel kannst du einen Funnel aus einer Vorlage, mit Hilfe von KI oder komplett von Grund auf neu erstellen.

Zum Zeitpunkt dieser Review bietet GHL eine große Bibliothek mit 912 Vorlagen aus verschiedenen Branchen, darunter Gesundheit, Beauty, Automobil usw. Ich war überrascht von der visuellen Qualität vieler (neuerer) Templates, die deutlich sauberer und moderner waren, als ich erwartet hatte

Einfache SaaS-Vorlage in GoHighLevel mit moderner UI-Grafik
Funnel-Schritte erstellen
Eine Sache, die mich an der Vorlagenbibliothek von GoHighLevel stört, ist die fehlende Transparenz. Du kannst nicht sehen, welche Seiten in einer Vorlage enthalten sind, bis du tatsächlich einen Funnel damit erstellt hast. Ich will einfach nur eine Vorlage mit einer Upsell- und einer Downsell-Seite nutzen, aber GoHighLevel zwingt dich dazu, in der Bibliothek herumzuraten, bis du zufällig die passende findest.

Eine Vorlage mit mehreren Schritten, zum Beispiel Upsell, Downsell
Im Gegensatz zu ClickFunnels hat GoHighLevel keinen visuellen Drag-and-Drop-Sales-Funnel-Builder. Es basiert auf einer einfachen (aber weniger flexiblen) linearen Schrittstruktur, bei der du Seiten hinzufügen, entfernen und neu anordnen kannst

Eine weitere Besonderheit, die mir aufgefallen ist – und die dich vielleicht irritieren könnte, wenn du von einem Tool wie ClickFunnels kommst – ist, dass du innerhalb eines bestehenden Funnel-Projekts keinen neuen Funnel-Schritt aus einer Vorlage hinzufügen kannst. Stattdessen musst du den Schritt separat erstellen oder einen bestehenden duplizieren. Das macht den Workflow weniger intuitiv.
Wenn du einen Funnel startest, kannst du zwar direkt eine mehrseitige Vorlage wählen, aber später eine einzelne, vorgefertigte Seite hinzuzufügen, geht nicht. Ich musste neue Schritte entweder komplett selbst aufbauen oder eine Seite aus einer anderen importierten Vorlage „klonen“. Das sorgt für ziemlich viel Reibung in der Nutzererfahrung. Ein bisschen Abhilfe schafft die große Bibliothek an gespeicherten Abschnittsvorlagen. Damit kannst du Seiten relativ schnell mit vorgefertigten Headern, Feature-Grids und Formularen zusammenstellen.
Was mir an anderen Plattformen wirklich gefällt, ist, wie einfach es dort ist, Vorlagen für Upsells, Downsells usw. zu nutzen. Hier bleibt der Bauprozess dagegen oft umständlich und undurchsichtig.
Pro Tipp: GoHighLevel hat eine Funktion ergänzt, mit der man Seiten von ClickFunnels importieren kann, aber in meinem Test hat das nicht zuverlässig funktioniert. Wahrscheinlich geht es schneller, die Designs einfach selbst neu zu erstellen
Menschen durch den Funnel führen
Es ist einfach, Personen durch den Funnel zu leiten, und die Optionen, die GoHighLevel bietet, sind flexibel. Du wählst einfach den Button (oder das Formular) aus, das die Person zum nächsten Schritt im Funnel führt, und bestimmst die gewünschte Aktion. Du kannst zum Beispiel ein Pop-up öffnen, Leads zu einem bestimmten Schritt weiterleiten oder ein Upsell bzw. Downsell mit nur einem Klick anbieten – und noch vieles mehr.

A/B-Testing für Funnels
Raten ist teuer, deshalb bietet GoHighLevel ein integriertes Split-Testing Tool, sodass die Daten sprechen können. Du kannst zwei Versionen einer Funnel-Seite gleichzeitig laufen lassen, um herauszufinden, welche Headline oder welches Angebot besser konvertiert, und verschenkst so kein Potential.
Funnels mit KI bauen
Das Erstellen von Funnels mit KI ist aktuell noch in der Beta-Phase und fühlt sich sehr eingeschränkt an. Du kannst bisher nur deine Branche, dein Geschäftsziel und einen bestimmten Inhaltston (zum Beispiel „professionell“ oder „überzeugend“) wählen. Leider gibt es bei der Eingabe keinerlei Möglichkeit, einen Designstil, Layout-Vorlieben oder eine Farbpalette auszuwählen.

Einige der Optionen, die beim Erstellen eines Funnels mit KI zur Verfügung stehen
Die Endergebnisse haben mir zwar Inspiration für meine SaaS-SEO-Pro-Texte geliefert, aber das fertige Design war alles andere als zufriedenstellend und musste manuell überarbeitet werden, um halbwegs professionell auszusehen

Ein KI-generierter Funnel
Website Builder
GoHighLevels Website Builder ist der zentrale Builder für Funnels, Websites, Webshops und Webinare.
Dieser fortschrittliche Drag-and-Drop-Website Builder bietet jede Menge Flexibilität und Features. Du kannst Seiten mit Abschnitten, Zeilen und verschiedenen Elementen wie Navigationsmenüs, Fortschrittsbalken, Countdowns, Kalendern und vielem mehr gestalten.

Du hast keinen Zugriff auf den vollständigen Code wie bei Webflow, aber du kannst Skripte und Code-Elemente einbetten sowie eigenes CSS anpassen. Das bietet mehr als genug Anpassungsmöglichkeiten für die meisten Marketer.
Eines meiner Lieblings-Features für Profis ist die Möglichkeit, Universelle Elemente zu erstellen. Du kannst zum Beispiel einen Header oder einen „Kontakt“-Bereich einmal designen und ihn dann auf jeder Seite deiner Website verlinken. Änderst du dann deine Telefonnummer oder das Logo an einer Stelle, wird es automatisch überall aktualisiert.
Mit dem Design-Kit kannst du außerdem ein einheitliches Markenbild über alle Seiten hinweg schaffen.

Diese Flexibilität mit globalen Elementen ist super für Agenturen, denn so können sie vorgefertigte Templates erstellen und ihren Usern zur Verfügung stellen.
Tatsächlich finde ich, dass dieser Website Builder in Kombination mit den White-Label-Features das Geheimrezept für deine Agentur sein kann. Du kannst das komplette GoHighLevel Branding entfernen, dein eigenes Logo im Builder platzieren und deine eigenen Templates bereitstellen.
Obendrauf bieten die integrierten SEO-Features mehr, als man von einem Website Builder erwarten würde. Du kannst individuelle Meta-Tags und Canonical Links setzen. Zusätzlich gibt es Coaching zu der Anzahl ausgehender Links und der Länge deiner Meta-Tags.

Insgesamt ist es ein stabiler No-Code-Builder, der mich positiv überrascht hat. Er bietet zwar nicht den extremen Designspielraum wie etwa Framer oder Webflow. Aber für 99 % aller Business-Kunden, die einfach eine moderne, schnelle Seite wollen, die direkt an ihr Lead-Gen-System angebunden ist, reicht er absolut aus.
Wenn du GoHighLevel mit spezialisierten Website-Buildern vergleichen willst, schau dir unsere Liste der besten Website Builder an.
Marketing Automation
Wenn der Funnel-Builder der Körper von GoHighLevel ist, dann sind die Workflows für Marketing Automation das Gehirn der App.
Das Herzstück der GoHighLevel Automatisierungen basiert auf Triggern (die Auslöser), Aktionen (die „Macher“) und Verzweigungen, also den Schritten, die Workflows je nach Bedingungen individualisieren.
Im folgenden Flow habe ich den Prozess automatisiert, auf Facebook-Kommentare zu antworten. Sobald jemand einen Beitrag auf der Seite meiner SEO-Agentur kommentiert, schickt GoHighLevel automatisch eine interaktive Nachricht an diese Person mit vorgegebenen Aktionen. Die Person kann dann zum Beispiel auswählen, mich anzurufen, meine Website zu besuchen oder eine SEO-Audit-Checkliste anzufordern.

Omni-Channel-Trigger und Aktionen
Während viele Plattformen bei einfachen Formularübermittlungen aufhören, hat mich die Vielfalt der Trigger in GoHighLevel wirklich beeindruckt.
Du kannst eine komplette Automations-Sequenz auslösen, sobald:
- Ein LinkedIn-Lead-Formular abgeschickt wird.
- Jemand einen bestimmten TikTok-Post kommentiert.
- Ein Lead sich über eine Click-to-WhatsApp-Anzeige meldet.
- Und noch vieles mehr.
Je tiefer ich in die Automatisierungen eingestiegen bin, desto mehr hat mich die Detailtiefe begeistert. Zum Beispiel gibt es einen Video-Tracking-Trigger, der auslöst, sobald ein Lead einen bestimmten Meilenstein erreicht (zum Beispiel 50 % des Videos gesehen). Sobald dein Pitch zu Ende ist, kannst du perfekt abgestimmt automatisch eine Follow-up-Mail versenden.
Noch beeindruckender ist die Voice AI Outbound Call-Aktion. Sie verwandelt die Plattform in einen Sprachagenten-Service ähnlich wie Synthflow. Du kannst Follow-up- oder Terminvereinbarungs-Anrufe an Leads vollautomatisch ablaufen lassen – und das alles direkt im GoHighLevel-Ökosystem.

Eine kleine Auswahl der Trigger, die es in GoHighLevel gibt
Du kannst SMS, WhatsApp, Facebook Messenger, Anrufe und sogar Instagram DMs komplett automatisieren – alles in nur einem Workflow. Du kannst Buchungs-Chatbots mit KI-Antworten einrichten und deine Workflows direkt in der nativen GoHighLevel-Plattform nutzen, um die gesamte Customer Journey zu steuern. Ziemlich cool!
Personalisierung und Segmentierung in Automationen
GoHighLevels If/Else-Verzweigungen sind extrem leistungsfähig. Du kannst detaillierte Segmente basierend auf Kontaktdaten, Verhalten (E-Mails, Klicks), Kursaktivitäten, Video-Engagement oder sogar externe Quellen wie Google Sheets erstellen.
Falls du nicht weißt, wo du starten sollst: Es gibt auch vorkonfigurierte Bedingungen und Vorlagen, sodass du nicht alles von Grund auf selbst bauen musst.

Externe Integrationen
Der Workflow-Builder lässt sich außerdem mit einigen Dutzend Drittanbieter-Apps integrieren, darunter Asana, Basecamp, Stripe, Keap und viele weitere.

GoHighLevel bietet zwar einen KI-Assistenten, aber anders als KI-first-Plattformen wie Gumloop kann er den Workflow Builder nicht direkt verändern

Wenn du einfach nur einen dreitägigen E-Mail-Drip verschicken willst, ist dieses System wahrscheinlich zu umfangreich. Aber wenn du eine komplett automatisierte Agentur aufbauen möchtest, die Leads automatisch abholt, pflegt und abschließt, ist das hier das leistungsstärkste Tool, das ich bisher getestet habe.
Dieses Maß an Raffinesse für 97 Dollar pro Monat ist ein wirklich starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Tatsächlich lohnt sich ein Blick darauf sogar, wenn du nur eine Marketing-Automation-Plattform suchst und an den anderen Bereichen der GoHighLevel Suite gar kein Interesse hast.
Pro Tipp: Trigger und Aktionen sind in allen Plänen verfügbar, laufen aber über ein Creditsystem. Du bekommst eine bestimmte Anzahl kostenloser Ausführungen pro Monat, danach zahlst du eine kleine Gebühr pro Ausführung
White-Label und SaaS-Modus
White-Label macht aus GoHighLevel viel mehr als nur ein weiteres Tool. Es wird damit zu einem echten Geschäftsmodell. Für mich als Agenturinhaber ist dieser Teil der Plattform besonders spannend, weil ich damit die komplette GoHighLevel Suite als meine eigene Software weiterverkaufen kann – mit eigenem Namen und Branding auf fast allen Funktionen.
Mit dem Unlimited-Plan für 297 $/Monat kannst du den GoHighLevel-Namen, die Farben und das Logo komplett entfernen und durch dein eigenes Branding ersetzen. Wenn deine Kunden sich einloggen, um ihre Leads zu prüfen oder eine Seite zu bearbeiten, landen sie nicht auf app.gohighlevel.com, sondern direkt auf deiner eigenen Domain.
SaaS-Modus: Das automatisierte Geschäftsmodell
Während das White-Label nur das Aussehen anpasst, verändert der Software-as-a-Service (SaaS) Modus (im Pro-Plan für 497 $/Monat) das gesamte Geschäftsmodell. Das Ziel ist, dich zum Software-Unternehmer zu machen, indem du GoHighLevel als dein Produkt weiterverkaufst.
In diesem Modus bekommst du Folgendes:
- Eigene Preise und automatische Abrechnung: Verbinde dein Stripe-Konto und erstelle deine eigenen Abo-Pläne. Wenn sich ein Kunde für deine Software anmeldet, rechnet GoHighLevel vollautomatisch ab, erstellt den Account – das Geld bleibt auf deinem Konto.
- Funktionsbeschränkung nach Tarif: Erstelle Preisstufen wie „Bronze, Silber und Gold“. Zum Beispiel kann im 97 $/Monat-Tarif nur das CRM freigeschaltet sein, während der 297 $/Monat-Tarif den Funnel Builder und die KI-Tools beinhaltet.
- Nutzungsbasierte Weiterverrechnung: Schlage bei E-Mail-, SMS- und KI-Kosten deiner Kunden etwas drauf. Wenn GoHighLevel dir zum Beispiel 10 $ pro Monat für den SMS-Verbrauch eines Kunden berechnet, kannst du das System so einstellen, dass dem Kunden automatisch 15 $ abgerechnet werden. Die 5 $ Differenz sind dann dein Gewinn.
White-Label und SaaS-Modus richten sich an fortgeschrittene Marketer, die sich nicht nur auf Kundendienstleistungen verlassen, sondern ein skalierbares Produktgeschäft aufziehen wollen.
Anstatt fremde Software zu bewerben und 20 bis 30 % Provision zu bekommen, verkaufst du dein eigenes gebrandetes Produkt und bekommst die wiederkehrenden Einnahmen komplett selbst. Das kann ein extrem profitables Modell sein, vorausgesetzt, du traust dir das Marketing deiner eigenen Software zu.
Pro Tipp: Eine Strategie für diesen Markt ist, dich als spezialisierter Funnel Builder zu positionieren und individuelle Funnel-Vorlagen und Website-Designs innerhalb der Plattform anzubieten
CRM und Pipeline-Management
Beim CRM und Pipeline-Management von GoHighLevel ergibt das All-in-One-Versprechen wirklich Sinn.
Die Opportunities-Ansicht nutzt ein visuelles Drag-and-Drop-Board (ähnlich wie Trello oder Pipedrive) und zeigt dir genau, wo jeder Lead in deinem Vertriebsprozess steht. Du kannst dabei eigene Phasen definieren, die perfekt zu deinem Business passen – wie zum Beispiel die für meine SEO-Agentur:
- Lead In: Formular wurde über die Website ausgefüllt.
- Audit vereinbart: Lead hat einen Discovery Call gebucht.
- Angebot gesendet: Erste SEO-Strategie wurde übermittelt.
- Onboarding: Kunde hat bezahlt und das Projekt startet.

Das Beste ist, dass du CRM-Aktivitäten automatisieren kannst. Zum Beispiel kann das Verschieben eines Leads von einer Phase in die nächste eine ganze Kette von Aktionen auslösen, wie etwa das Versenden einer personalisierten Follow-up-E-Mail oder einer Rechnung mit Zahlungslink.
CRM-Filterung und Segmentierung
Wenn du meine anderen Reviews gelesen hast, weißt du, dass mir Filter und Zielgruppensegmentierung besonders wichtig sind. GoHighLevel bietet starke Filtermöglichkeiten – sowohl in der Pipeline-Ansicht als auch in der Kontaktliste – damit du deine Aktivitäten personalisieren kannst.
Du kannst deine Deals zum Beispiel nach Wert, Aktivität, Verantwortlichen und vielem mehr filtern.
Für Kontakte kannst du Smart Lists (dynamische Kontaktlisten) erstellen, basierend auf Kontaktfeldern, Kampagnenaktivitäten, Pipeline-Stufe und mehr.
Diese Smart Lists kannst du dann als Segmente in E-Mail-Kampagnen verwenden. Ich war allerdings sehr überrascht, dass sie in Automations-Workflows nicht auftauchen. Du kannst also keine Automation auslösen, wenn ein Kontakt einer Smart List hinzugefügt wird oder sie verlässt. Stattdessen musst du die Liste mithilfe von Workflow-Triggern komplett neu aufbauen.
Außerdem hätte die Filterliste hier mehr Aktivitäten abdecken können, zum Beispiel E-Mail-Engagement (ob jemand eine bestimmte E-Mail geöffnet oder angeklickt hat).
GoHighLevel holt HubSpot rasant auf, mit soliden visuellen Pipelines und starker Automatisierung zu einem Bruchteil der Kosten. Trotzdem gibt es noch Nachholbedarf bei der Datenbank-Intelligenz. Die fehlenden nativen „Smart List“-Trigger und das fragmentierte E-Mail-Engagement-Filtering sind für mich Nachteile. Für komplexe, verhaltensbasierte Segmentierungen, die ich persönlich in einer All-in-One-Marketing- und CRM-Plattform suche, ist das noch nicht der Goldstandard.
Schau dir auch unsere Liste der besten CRM-Software für weitere Optionen an.
E-Mail, SMS und Multichannel-Messaging
GoHighLevel bietet eine Unified Inbox-Funktion. Anstatt ständig zwischen Tabs zu wechseln, laufen alle Nachrichten von E-Mail, SMS, WhatsApp, Facebook Messenger, Instagram DMs und Google Unternehmensprofil in einen chronologisch sortierten Verlauf für jeden Kontakt. Du siehst auf einen Blick, wenn dir ein Lead zuerst eine E-Mail schreibt, dann per WhatsApp und schließlich noch per Instagram kontaktiert – alles an einem Ort.
Auch wenn es nicht an die Eleganz von Intercom oder die Supportfunktionen von Zendesk heranreicht, reicht GoHighLevel für KMU und Einzelunternehmer mit wenigen Supportmitarbeitern vollkommen aus

Du kannst vorgefertigte Antwortbausteine erstellen, Gespräche zuweisen, E-Mails und Textnachrichten einzeln oder in Gruppen verschicken, dynamische Kontakt-Tags für personalisierte Nachrichten nutzen, Rechnungsanfragen senden und sogar die Link-Aktivität aus SMS nachverfolgen.
Außerdem gibt es eine Conversation AI, mit der du einen KI-Support-Bot erstellen kannst, der auf Kundenanfragen über Kanäle wie WhatsApp, Facebook und Instagram antwortet.

Du kannst ganz genau steuern, wie viel Freiheit die KI hat, und zwar mit drei verschiedenen Einstellungen:
- Aus: Die KI ist deaktiviert (normale manuelle Nachrichten).
- Vorschlag: Das ist mein Lieblingsmodus für mehr Sicherheit. Die KI erstellt einen Antwortentwurf passend zum Gespräch, aber er bleibt im Editor und du kannst ihn prüfen oder bearbeiten, bevor du sendest.
- Auto-Pilot: Die KI übernimmt komplett und antwortet Leads sofort – egal ob per SMS, Facebook, Instagram, WhatsApp oder Web-Chat.

Wie bei anderer Chatbot-Software kannst du deinem neuen KI-Mitarbeiter in GoHighLevel Anweisungen per Prompt geben, das Ziel festlegen und einen gewünschten Ton vorschlagen

Auch wenn das Ganze sehr leistungsfähig ist, läuft es nicht komplett automatisch. Die nutzungsbasierte Abrechnung (ca. $0,02 pro Nachricht) kann bei hohem Chat-Aufkommen schnell ins Geld gehen, und das Einrichten erfordert trotzdem etwas Köpfchen. Nach meinen Tests solltest du Zeit investieren, um die Persönlichkeit deines Bots fein abzustimmen. Ansonsten wirkt er oft etwas „robotisch“ oder zu sehr darauf getrimmt, gleich einen Termin zu vereinbaren.
Trotzdem: Besonders im Bereich Kommunikation glänzt GoHighLevel mit starken Funktionen – zusammen mit den Automations-Workflows gehören sie zu den Highlights der Plattform.
Lead Capture und Formulare
GoHighLevel bietet Formulare und Umfragen, die im Funnel unterschiedliche Rollen einnehmen.
Formulare
Formulare sind die klassischen digitalen Empfangsmitarbeiter. Sie eignen sich am besten für schnelle Opt-ins, Kontaktseiten oder als einfache Leadmagneten. GoHighLevel setzt auch bei den Formularen auf einen eher detaillierten Ansatz, daher baust du sie in einem eigenen Bereich. Wie der Rest der App bietet auch dieser Bereich eine gute Auswahl an Vorlagen.

Was GoHighLevel von anderen Form Buildern unterscheidet, ist die Bedingungs-Logik. Du kannst auf Basis der Antworten zu einer anderen Seite weiterleiten, eine eigene Nachricht anzeigen, Leads disqualifizieren und Felder ein- oder ausblenden

Allerdings kann die Logik schnell unübersichtlich werden, wenn du zu viele überschneidende Regeln nutzt. Schau dir deshalb deine Bedingungen immer in der Vorschau an, bevor du live gehst.
Umfragen
Umfragen funktionieren ähnlich wie Formulare, bieten aber mehrere Schritte an. Mit ihrem Slide-basierten Layout und dem „Choose-your-own-path“-Prinzip sind sie für eine tiefere Qualifikation gedacht.
Zum Beispiel: Wenn ein Lead auf „Budget unter 1.000 $“ klickt, kannst du mit Jump Logic direkt zu einer „passt nicht“-Nachricht springen. Leads mit größerem Budget werden dagegen gezielt durch weitere, detaillierte Fragen geführt.

Auch wenn das Design nicht besonders schick ist und sie nicht gerade simpel wirken, punkten GoHighLevel-Formulare durch die tiefe native Integration in der gesamten Suite. Gerade für Unternehmen mit viel Kundenkontakt, die online Leads qualifizieren und pflegen, sind sie besonders nützlich.
Terminplanung und Kalender
Wie die meisten All-in-One-Tools bietet auch GoHighLevel Terminplanungs- und Kalenderfunktionen. Das Tool ist so leistungsstark, dass es eigenständige Tools wie Calendly und sogar branchenspezifische Plattformen wie Fresha problemlos ersetzen kann.
Je nachdem, wie du dein Business führst, hast du verschiedene Kalender-Typen zur Auswahl:
- Persönlich und Round Robin: Ideal für Einzelgespräche im Vertrieb. Das System verteilt neue Leads automatisch unter deinem Team. Entweder nach Verfügbarkeit oder danach, wer bislang die wenigsten Calls hatte – so bleibt die Arbeitslast fair.
- Gemeinsame Buchung: Für wichtige Meetings, bei denen mehrere Teammitglieder dabei sein müssen. Das System zeigt nur Zeitfenster an, in denen wirklich alle verfügbar sind.
- Klassenbuchung: Perfekt für Webinare oder Gruppencoachings, bei denen für einen Zeitslot eine feste Anzahl an „Plätzen“ verfügbar ist. Wichtig: Für Klassenbuchungen musst du dein eigenes Konferenz-Tool (Google Meet, Zoom-Link usw.) bereitstellen – die Kapazität hängt also von der Plattform ab.
- Service-Menü: Stellt deinen Kunden ein professionelles „Service-Menü“ zur Auswahl. Sie wählen einen Service aus und werden direkt zur passenden Dauer und zum richtigen Teammitglied geführt. Optimal einsetzbar für Offline-Angebote, die von Buchung und Zeitfenster abhängen. Das Beste: Du kannst Zahlungen direkt auf der Buchungsseite akzeptieren.

Ein Beispiel für ein Service-Menü eines Beauty Salons
Pro Tipp: Die Funktion „Busy erscheinen“ versteckt einen Teil deiner verfügbaren Slots, sodass du gefragter wirkst, selbst wenn dein Kalender leer ist

Webinare
Im Gegensatz zu ClickFunnels kannst du mit GoHighLevel direkt Webinare in der Plattform anbieten. Es ersetzt zwar kein Tool wie WebinarJam oder Demio (dein Live-Webinar musst du weiterhin woanders hosten), aber du kannst Webinare als Teil deines Angebots nutzen.
Die Plattform bietet dir zwei Hauptmöglichkeiten für Webinare: On-Demand oder Live.

On-Demand-Webinare
Bei On-Demand-Webinaren lädst du deine Aufzeichnung einmal hoch und Interessenten können sich registrieren und sofort zuschauen. Im Grunde ist das ein einfacher Funnel mit Video.
Im Gegensatz zu ClickFunnels ist der Prozess hier super unkompliziert. Du wählst das Anmeldeformular, lädst dein Video hoch und suchst dir dann eine Funnel-Vorlage aus.

Du hast innerhalb von Minuten einen Webinar-Funnel am Laufen

Live-Webinare
GoHighLevel hostet zwar das eigentliche Live-Video nicht intern, übernimmt aber die gesamte Infrastruktur rund ums Live-Webinar. Das umfasst die Registrierungsseiten, Countdown-Timer und automatisierte „Sei-dabei“-Erinnerungen.
Um ein Evergreen-Webinar zu ermöglichen, aktiviere „Wiederkehrendes Webinar aktivieren“. Dadurch können sich Teilnehmer für ihre bevorzugte Uhrzeit anmelden und dein Webinar anschauen.

Was mich hier überrascht hat, war, dass es keine Optionen für häufigere Wiederholungen gab, zum Beispiel mehrmals am Tag. Für mich macht das den Evergreen-Charakter etwas zunichte, außer es ist für dich in Ordnung, dass deine Leads manchmal einen Tag warten müssen, bevor sie das Webinar anschauen können.
Die nächstliegende Alternative ist die Option „Keine feste Zeit“. So sind Wiederholungen rund um die Uhr abrufbar. Allerdings bietest du damit im Grunde ein On-Demand-Webinar an.
Ich war zunächst sehr optimistisch, was das Webinar-Modul anging. In der Praxis ist der Aufbau einer wirklich automatisierten Evergreen-Maschine in GoHighLevel aber eher enttäuschend. Das ist so ein typisches Beispiel für ein Tool, das zwar alles kann, aber in den Details – gerade beim Webinar-Setup – keinem Spezialisten wirklich das Wasser reichen kann.
Kurse und Communities
Der Bereich Memberships und Kurse in GoHighLevel hat 2026 einen großen Umbruch erlebt. Früher wurde GoHighLevel oft für die umständliche Kurs- und Mitgliedschafts-Plattform kritisiert, vor allem im Vergleich zu Kajabi. Doch das neue Course Studio 2.0 und die Communities-Funktion machen GoHighLevel inzwischen zu einer echten Alternative für alle, die digitale Produkte anbieten und eine Marken-Community aufbauen möchten.
Kurse
Das Erstellen deines Kurses ist über die Benutzeroberfläche ganz einfach. Du kannst Module, Untermodule und verschiedene Medien für deine Lektionen hochladen.

Mir gefallen die vorgefertigten Badges, die du deinen Teilnehmern beim Abschluss einer bestimmten Lektion oder eines Moduls verleihen kannst

Zusätzlich kannst du deine Teilnehmer bei Laune halten, indem du Zertifikate für abgeschlossene Kurse und andere Events vergibst. Es gibt sogar vorgefertigte Templates, mit denen sie offiziell aussehen

Der eigentliche Grund, für Kurse GoHighLevel zu nutzen, ist allerdings die CRM-Automation. Du kannst Automationen durch Aktionen der Teilnehmenden auslösen lassen, zum Beispiel, wenn jemand eine bestimmte Lektion abschließt oder ein Quiz nicht besteht.
Communities
Während viele All-in-One-Plattformen das Thema Community eher stiefmütterlich behandeln, hat GoHighLevel vermutlich das kompletteste Community-Ökosystem am Markt gebaut. Sie bieten das sogar separat als Produkt und Kursverzeichnis unter dem Namen GoKollab an – angeblich als Skool-Killer.
In diesem System müssen deine Mitglieder nicht mehr zwischen verschiedenen Apps oder Logins wechseln. Ihre Kurse, Diskussionsforen und Live-Events sind alle aus einem einzigen, übersichtlichen Client-Portal heraus zugänglich.

Im Gegensatz zu einem statischen Kalender kannst du in GoHighLevels Event-Tab Events wie Meetups oder Workshops planen, verwalten und sogar kostenpflichtig machen. Mitglieder erhalten automatische Erinnerungen und können Events mit einem Klick zu Google oder iCal hinzufügen. Die Events kannst du mit einem Zahlungsanbieter schützen. Einziger Wermutstropfen: Du kannst bestehende Events aus anderen Kalendern nicht einbinden

Meine Lieblingsfunktion in der Community ist Go Live. Du startest direkt einen Livestream innerhalb der Community, inklusive Benachrichtigungen und Live-Chat – alles bleibt intern. Goodbye, Twitch!

GoHighLevel Communities (oder GoKollab) ist wirklich eine ernstzunehmende Skool-Alternative, und dass das alles im $97/Monat-Paket dabei ist, finde ich ziemlich beeindruckend.
Social Media Planung
Der Social Planner ist für mich wahrscheinlich das unerwartetste Extra in GoHighLevel. Andere Komplettlösungen wie ClickFunnels und Systeme.io haben so etwas nicht. Sie konzentrieren sich auf Sales-Funnels und E-Mails und lassen dich beim Social-Media-Content im Stich.
Bei GoHighLevel ist das anders.
Hier werden die „Big 6“ direkt unterstützt: Facebook (Seiten und Gruppen), Instagram, LinkedIn, Google Unternehmensprofil, TikTok und YouTube. Ab 2026 gibt es sogar fortschrittliche Integration für Threads, Pinterest und Bluesky.
Die Plattform hilft dir, eine Markenstimme zu entwickeln, indem du einfach deine Website-URL eingibst. Das hat bei meiner SaaS SEO Agentur erstaunlich gut funktioniert:

Du kannst dann Beiträge mit KI nach deinen Vorgaben generieren lassen. Auch wenn sie nicht überragend sind, liefern die Entwürfe Inspiration für deinen Social-Media-Kalender

Apropos Kalender: Der Social Planner hat einen schönen, einfach zu verwaltenden Kalender, mit dem sich wiederkehrende Beiträge einplanen oder Beiträge per CSV in Massen importieren lassen

Es gibt außerdem eine Kommentarverwaltung sowie ein brandneues Feature für Social Media Listening. Ganz ehrlich: Was will man mehr von einer Social-Scheduling-App? Das ist ein ernstzunehmender Konkurrent zu Buffer und Co

Wenn du einen spezialisierten Social-Media-Planer suchst, schau dir unsere Liste der besten Social-Media-Management-Tools an.
Reporting und Analytics
Das Reporting in GoHighLevel ist ein weiterer Bereich der Plattform, der mich wirklich überrascht hat. Es ist eine vollwertige Business-Intelligence-Lösung.
Du kannst unbegrenzt viele eigene Dashboards mit einem Drag-and-Drop-Widget-System erstellen. Ich habe zum Beispiel ein CEO-Dashboard für meine SEO-Agentur gebaut, das wie ein vollständiges Steuerzentrum funktioniert.

Einige Funktionen, die mich besonders beeindruckt haben:
- Quelle-Tracking: Zeichnet alles auf – von UTM-Parametern bis zu GCLIDs. So siehst du genau, welche Werbekampagne dir wirklich Geld auf dein Konto bringt.
- Multi-Touch-Attribution: GoHighLevel verfolgt die komplette Journey, vom ersten Klick auf eine Facebook-Anzeige bis hin zur letzten E-Mail, die zum Kauf geführt hat. Du kannst zwischen First-Touch- und Last-Touch-Modellen wechseln, um herauszufinden, welche Kampagnen ihr Geld wirklich wert sind.
- Ad Manager: Du kannst Google- und Meta-Anzeigen nebeneinander überwachen. Es gibt Live-Statistiken wie ROI, CPC und sogar „Cost Per Sale“, da GoHighLevel erkennt, wann ein Lead im CRM wirklich kauft.
- Geplante Zustellung: Du kannst die Berichte so einrichten, dass sie automatisch als professionelle PDF täglich, wöchentlich oder monatlich an dich oder deine Kunden geschickt werden.
- KI-Chat: Du kannst die GoHighLevel KI um eine Zusammenfassung deiner Reportings bitten oder sie gezielt nach Insights fragen.

Ich hätte mir gewünscht, dass es vorgefertigte Dashboards zum Einstieg gibt. Ansonsten ist die Lernkurve so steil, dass es sich kaum lohnt, das komplette Reporting-System allein aufzusetzen.
Reputation Management
Das Reputation-Management-Modul in GoHighLevel ist eine echte Geheimwaffe für SEO – besonders für lokale Unternehmen. Es ist nicht nur ein Tool, um Bewertungen zu sammeln, sondern ein KI-gestütztes System, das den kompletten Feedback-Prozess automatisch abwickelt.
Mit der Plattform kannst du Bewertungen ganz einfach einsammeln und die Stimmung zu deinem Unternehmen und sogar zu Wettbewerbern verfolgen. Noch spannender ist aber die eingebaute Automatisierung.
Zum Beispiel kannst du Feedback filtern, bevor es öffentlich wird:
- Richte einen „Zufriedenheits-Check“ ein, der zuerst automatisch eine private SMS oder E-Mail verschickt und nach einer Bewertung (1–5 Sterne) fragt.
- Wenn jemand 1–3 Sterne wählt, wird automatisch ein internes, nicht öffentliches Feedback-Formular angezeigt.
Bewertungsantworten können direkt per KI vorgeschlagen werden. Du kannst sie dann genehmigen, ablehnen oder anpassen. Außerdem lassen sich Bewertungen exakt zum richtigen Zeitpunkt anfordern: zum Beispiel, wenn ein Job in deiner Pipeline auf „Abgeschlossen“ gesetzt wird und gleichzeitig eine Zahlung in Stripe eingeht.
Zu guter Letzt kannst du ein Widget auf deiner Website einbinden, das nur 4- und 5-Sterne-Bewertungen anzeigt – für automatisierte Social Proof.
GoHighLevel Preise
GoHighLevel bietet drei Tarife an. Alle Features sind in allen Plänen enthalten, aber die Nutzungslimits richten sich an ganz unterschiedliche Zielgruppen.
- Starter-Plan, $97/Monat: Am besten für alle, die GoHighLevel für das eigene Business nutzen wollen.
- Unlimited-Plan, $297/Monat: Ideal für Agenturbesitzer mit mehr als drei Kunden.
- Agency-Plan, $497/Monat: Perfekt für alle, die ihr eigenes SaaS-Business auf Basis von GoHighLevel aufbauen möchten.
| Plan | Preis (monatlich) | Am besten für | Hauptmerkmal |
|---|---|---|---|
| Starter | 97 $ | Einzelunternehmer und lokale Unternehmen | Enthält 3 Sub-Accounts (einer für dich, zwei für Kunden) |
| Unlimited | 297 $ | Wachsende Agenturen | Unbegrenzte Sub-Accounts. Du kannst 1.000 Kunden onboarden, dein Preis bleibt bei 297 $ |
| Agency Pro | 497 $ | SaaS-Unternehmer (Reseller) | SaaS-Modus: Automatische Abrechnung deiner Kunden für die Software. 100 % des Gewinns bleiben bei dir |
Pro Tipp: Wenn du jährlich bezahlst, bekommst du 2 Monate gratis (das ergibt effektiv 16,6 % Rabatt)
Egal, welchen Plan du wählst, GoHighLevel berechnet zusätzliche Gebühren für E-Mail-Versand, SMS und KI-Credits. Das ist zu erwarten – kein Anbieter kann unbegrenzte Nutzung zu diesen Preisen dauerhaft anbieten. Die Nutzungskosten sind aber im Vergleich zu ähnlichen Services durchaus wettbewerbsfähig. Wenn du noch mehr sparen willst, kannst du Mailgun integrieren und damit deine E-Mail-Kosten weiter senken.
Unterm Strich ist es ein echtes Schnäppchen, dieses komplette Toolset für unter 100 $ zu bekommen.
Fazit
GoHighLevel ist die ambitionierteste All-in-One-Plattform, die ich bisher getestet habe, und für die richtige Person kann sie wirklich bahnbrechend sein. Bei keinem anderen Tool in dieser Preisklasse bekommst du eine zentrale Inbox, Omnichannel-Automatisierung, Social-Media-Planung, Reputation Management, CRM und einen vollwertigen White-Label-SaaS-Modus in einem.
Aber „ambitioniert“ hat auch seine Schattenseiten. Der Funnel Builder ist komplexer als bei ClickFunnels, aber nicht mächtiger. Einige KI-Funktionen sind noch in der Entwicklung. Und es gibt auch die ein oder andere System-Eigenart. Wenn du leicht frustriert bist, ist GoHighLevel vielleicht nicht das Richtige für dich.
Trotzdem: Die Automatisierungsfunktionen allein sind den Einstiegspreis von 97 $/Monat wert. Ich habe schon spezialisierte Tools genutzt, die bei Weitem nicht die Tiefe an Triggern und Aktionen bieten wie GoHighLevel in seinen Workflows. Und das White-Label-SaaS-Modell ist eine echte Business-Chance für alle, die sich vorstellen können, Software-Unternehmer zu werden – und dabei deutlich mehr verdienen als die übliche Provision im Affiliate Marketing für solche Tools.
Nutze GoHighLevel, wenn:
Du eine Marketingagentur führst, mehrere Kunden betreust und eine skalierbare, gebrandete Komplettlösung suchst
-
Du Enterprise-Automatisierung brauchst, aber nicht den HubSpot-Preis zahlen willst
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Du bereit bist, eine steile Lernkurve auf dich zu nehmen für ein Tool, mit dem du dein gesamtes Geschäft steuern kannst
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Lass GoHighLevel lieber aus, wenn:
Du als Einzelunternehmer gerade erst anfängst und etwas Einfaches suchst, um deinen ersten Kurs zu verkaufen oder Leads zu sammeln
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Du Perfektionist in Sachen Design bist und perfekte Flexibilität brauchst
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Du auf erstklassige E-Mail-Segmentierung und verhaltensbasierte Logik Wert legst
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GoHighLevel Alternativen
Systeme.io
Systeme.io ist die günstige Option unter den All-in-One-Plattformen. Selbst der teuerste Plan kostet nur $97/Monat (und es gibt sogar eine brauchbare Gratis-Version). Du bekommst Funnels, E-Mail, Kurse und Communitys. Aber Features wie ein professionelles CRM für Agenturen, Multichannel-Messaging oder die Tiefe der Automatisierungen, die GoHighLevel bietet, fehlen hier. Systeme.io ist eine gute Wahl für Solopreneure, die alles mit einem einzigen Login steuern wollen. Sobald dein Business aber über das Wesentliche hinauswächst, wirst du schnell die Grenzen merken.
ClickFunnels
ClickFunnels 2.0 ist in Sachen Funktionsumfang der direkteste Konkurrent von GoHighLevel. Es gibt einen überzeugenden Funnel-Builder, solide E-Mail-Automationen und ein zentrales CRM, das sogar mit ActiveCampaign mithalten kann. Allerdings richtet sich ClickFunnels eher an conversion-fokussierte Creator und Direct-Response-Marketer und weniger an Agenturen. Funktionen wie Omnichannel-Messaging, Reputationsmanagement oder White-Label-SaaS findest du hier nicht. Mit $97–$297/Monat ist ClickFunnels außerdem etwas teurer, sodass sich der Preisauftrag nur lohnt, wenn Funnels und Kursauslieferung den Kern deines Geschäfts bilden. Persönlich gefällt mir die aufgeräumtere UI von ClickFunnels (sofern alles reibungslos läuft) aber etwas besser.
Kartra
Kartra ist eine ausgefeilte All-in-One-Alternative im Done-for-You-Stil. Der Fokus liegt auf Marketing-Psychologie – du bekommst fertige Kampagnen von Branchenprofis, die deine Seiten, E-Mails und Checkouts vollautomatisch miteinander verknüpfen. Die Plattform ist einsteigerfreundlicher und optisch ansprechender als GoHighLevel, bietet aber keinen White-Label-SaaS-Modus und kein so tiefes CRM, wie man es für das Management großer Agenturen bräuchte.
Builderall
Builderall ist das Schweizer Taschenmesser unter den Tools und bringt eine beeindruckende Zahl an Nischenfunktionen wie Heatmaps und Webinar-Builder mit – und das zu einem sehr günstigen Einstiegspreis ab $17/Monat. Allerdings wirkt Builderall oft wie ein typischer „Tausendsassa“: Alles ist irgendwie dabei, aber nichts wirklich herausragend. Auch die Benutzeroberfläche ist oft noch unübersichtlicher und weniger stimmig als das GoHighLevel-Ökosystem.
HubSpot
HubSpot bietet unvergleichliche Möglichkeiten zur Datenbanksegmentierung, CRM-Automation und Auswertung – da wirken GoHighLevels Features fast wie eine Beta-Version. Die Plattform ist ausgefeilter und vielleicht sogar leichter zu bedienen, aber der „HubSpot-Tax“ ist real: Sobald du über die Basisfunktionen hinausgehst, wird es exponentiell teurer als die monatliche Pauschale von GoHighLevel. Du zahlst schnell mehrere hundert Dollar im Monat – und das mit verpflichtender jährlicher Bindung.
ActiveCampaign
Wenn in deinem Business alles von komplexer E-Mail-Segmentierung, Verhaltenstriggern und fortgeschrittener E-Mail-Automation abhängt, ist ActiveCampaign schon allein wegen des visuellen Workflow-Builders die bessere Wahl. Es gibt inzwischen auch grundlegende CRM- und Landingpage-Funktionen, aber Features wie das „Business-in-a-Box“-Prinzip von GoHighLevel fehlen: Es gibt weder eine zentrale Inbox, noch Reputationsmanagement oder Social-Media-Planung. ActiveCampaign bleibt eben eine reine Marketing-Automation-Plattform.
FAQ
Berechnet GoHighLevel Gebühren für E-Mails?
Berechnet GoHighLevel Gebühren für E-Mails?
Ja, GoHighLevel nutzt ein Pay-as-you-go-Modell für E-Mails über den eigenen nativen ESP-Service. Im Jahr 2026 liegt der Standardpreis bei 0,675 $ pro 1.000 E-Mails. Das wird separat von deiner monatlichen Abo-Gebühr über dein „Agency Wallet“ abgerechnet
Kann man mit GoHighLevel tatsächlich Geld verdienen?
Kann man mit GoHighLevel tatsächlich Geld verdienen?
Ja, du kannst die Plattform nutzen, um eigene Services oder Produkte zu verkaufen oder die Plattform weiterzuverkaufen. Du kannst GoHighLevel-Affiliate werden oder im SaaS-Modus die Software mit eigenem Label anbieten und deinen Kunden deinen eigenen Preis berechnen. Viele Agenturen erzielen außerdem Gewinn, indem sie E-Mail- und SMS-Nutzung mit Aufschlag weiterverrechnen und ihre Fixkosten so in wiederkehrende Einnahmen verwandeln
Wie importiere ich meine Kontakte nach GoHighLevel?
Wie importiere ich meine Kontakte nach GoHighLevel?
Am gängigsten ist der CSV-Import im Tab „Kontakte“, wo du die alten Daten den GoHighLevel-Feldern zuweisen und automatisch Tags hinzufügen kannst. Komplexere Fälle gehen über den ClickFunnels Importer für Seiten oder über Zapier, um Kontakte aus Tools wie Mailchimp oder HubSpot in Echtzeit zu übertragen – das gilt aber immer nur für zukünftige Kontakte
Warum wechseln so viele von ClickFunnels?
Warum wechseln so viele von ClickFunnels?
Nicht alle wechseln, aber nach dem Release von ClickFunnels 2.0 im Jahr 2021 gab es Berichte über Kündigungen. ClickFunnels 2.0 ist zwar super für Design, aber viele steigen auf GoHighLevel um, weil es unbegrenzte Funnels und Kontakte zum Festpreis gibt. Nutzer bevorzugen GoHighLevels eingebautes CRM, zweiseitige SMS und Reputation Management – Funktionen, für die man bei ClickFunnels 3–4 Zusatz-Tools braucht
Was ist besser, GoHighLevel oder HubSpot?
Was ist besser, GoHighLevel oder HubSpot?
Es hängt vom Geschäftsmodell ab: GoHighLevel ist klar die erste Wahl für Agenturen, die viele Kunden betreuen und serviceübergreifend günstig branden wollen. HubSpot punktet bei mittleren und großen Inhouse-Teams, die Wert auf eine sehr ausgefeilte Oberfläche, tiefe Datenanalysen und komplexe Enterprise-Integrationen legen